Eigentlich gibt es zu diesem Thema nicht mehr viel zu sagen bzw. zu schreiben. Der Ausbau der Strecke von Bruchsal nach Germersheim ist weitgehend abgeschlossen. Zwischen Rheinsheim und Philippsburg soll noch der vorhandene Bahn├╝bergang wegen der geplanten Erh├Âhung der Streckengeschwindigkeit mit Schranken versehen werden und bei Karlsdorf soll am Haltepunkt eine Unterf├╝hrung angelegt werden.
Die Umbauarbeiten an den Bahnsteigen in Graben-Neudorf Nord, Huttenheim, Philippsburg, Rheinsheim sowie den Neubauten Germersheim Mitte/Rhein, Bruchsal Am Mantel und Bruchsal Sportzentrum sind weitgehend abgeschlossen. Die Strecke wurde im Bereich Graben-Neudorf bis Germersheim elektrifiziert und z. T. die zul├Ąssige Streckengeschwindigkeit erh├Âht.

Der Ausbau der Strecke wurde unter der Regie der DB AG ausgef├╝hrt.

Die Strecke hat die neue Kursbuchnummer 665.33 erhalten. Die neue Linie S33 der S-Bahn RheinNeckar wird mit Elektrotriebwagen der Baureihe 425 gefahren.
Die Baureihe 612 der Regionalexpresslinie 4 (RE4) von Mainz nach Karlsruhe sind komplett durch 425er ersetzt worden.
Die Baureihe 628 ist nur noch mit ein paar Regionalbahnen bzw. als Ersatz-S-Bahnen auf der Strecke vertreten.

Die Ausf├╝hrung der Strecke ist ├Ąhnlich der Planung seitens der AVG (sh. unten), welche diese Strecke um die Jahrtausendwende gerne selber umgebaut und betrieben h├Ątte.
Es wurden neue Haltepunkte in Bruchsal (Sportzentrum, Am Mantel) und in Germersheim Ost (jetzt Mitte/Rhein) gebaut.
Der von der AVG vorgesehene Haltepunkt Philippsburg S├╝d und den zugeh├Ârigen zweigleisigen Begegnungsabschnitt wurde nicht errichtet.
Der Haltepunkt Philippsburg S├╝d wurde mangels Bedarf nicht errichtet. Der zweigleisige Begegnungsabschnitt wurde wegen der gr├Â├čeren Geschwindigkeit der nun eingesetzten Fahrzeuge und der Erh├Âhung der Streckengeschwindigkeit bis z. T. auf 140 Km/h entbehrlich.

Die Elektrifizierung der Strecke zwischen Graben-Neudorf und Germersheim wurde so ausgef├╝hrt, da├č in weiten Bereichen ein zweites Gleis bzw. in den Haltepunkten Ausweichgleise angeordnet werden k├Ânnen ohne gr├Â├čere Umbauten an den Masten durchf├╝hren zu m├╝ssen.

Bilder zu den Ausbauma├čnahmen k├Ânnen durch Anklicken der Haltestellennamen in der ├ťbersichtskarte unten aufgerufen werden.

 

S-Bahnausbau

Das Land Baden-W├╝rttemberg hatte mit der DB AG zu dieser Strecke, wie zu den meisten Strecken einen l├Ąngerfristigen Verkehrsvertrag abgeschlossen.
Nach der erfolgreichen Einf├╝hrung der S-Bahn RheinNeckar mit einer einhergehenden Steigerung der Fahrgastzahlen sprach einiges daf├╝r, dass die DB AG
selbst den Ausbau durchf├╝hren wollte.
Dies wurde nach Vorliegen der standartisierten Bewertungsverfahren auch im Jahr 2004 vom Kreistag beschlossen.
Eine von den Aufgabentr├Ąger vorgelegte Studie kam zu dem Schlu├č, da├č der Einsatz der S-Bahn Rhein-Neckar einen besseren Kosten-Nutzen-Faktor aufweist,
als ein Betrieb mit der Karlsruher Stadtbahn. Bei der S-Bahn-Variante wurde auch ein elektrischer Betrieb der RE-Linie Mainz-Karlsruhe (mit BR 425) angesetzt.
Zudem bietet eine durchg├Ąngig elektrifizierte und f├╝r h├Âhere Geschwindigkeiten ert├╝chtigte Strecke auch die M├Âglichkeit eines Durchgangsverkehrs wie dies z. B. 2012 und 2013 mit dem IC-Paar Karlsruhe - Frankfurt praktiziert wurde sowie die M├Âglichkeit von Umleitungen bei Betriebsst├Ârungen oder ├ťberlastungen bei anderen Strecken.

Seit der Elektrifizierung bestreitet die DB AG den Verkehr mit der Baureihe 425.2, f├╝r die Z├╝ge von und zur BASF kommen noch Triebwagen der BR 628 zum Einsatz.
Das mechanische Stellwerk in Philippsburg wird vorerst noch erhalten bleiben.


 

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